von Aurelia Becker
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Der Pinguin

Ich bin kein Tiermensch. Ich mag Katzen, Kühe und vielleicht noch Hirsche. Katzen lösen bei mir eine Allergie aus, für Kühe habe ich keinen Platz und Hirsche essen ich lieber. Vor vielen Jahren bekam ich einen lebensgrossen Pinguin. Er schaute schnuckelig drein und ich setzte davor eine Kerze. Bis heute steht er in meinem Flur und ich mag ihn sehr. Er begrüsst mich morgens und lächelt am Abend. Auch andere Tiere fanden Eingang in meine Wohnung: Hirschgeweihe, Gaudi-Stiere und Plastikfische. Sie geben nichts zu tun. Alle zwei Wochen werden sie abgestaubt, hin und wieder fotografiert. Mit mir. Mit meinem Kopf. Mit meinem Smartphone. Ich konserviere meinen Kopf mit den Tieren. Das macht mir Freude. Jahrelange Dokumentation. Die Tiere verändern sich selten. Ich werde alt. Die Fotos sind von unterschiedlicher Qualität: Mal lustig, mal langweilig, mal doof. Aber ich halte daran fest. Seit ich den Pinguin geschenkt bekommen habe. Und das ist Jahre her.

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