Fitness im Januar
Seit fast drei Jahrzehnten bin ich Mitglied in einem Fitnessclub und jeden Januar ist es dasselbe: Hunderte machen sich mehr Bewegungsvorsätze und ebensoviele erhalten zu Weihnachten Fitnessgutscheine. Für mich bedeutet das: Überfüllte Kurse, kein Platz in der Sauna oder viele, viel zu viele, die die Regeln nicht kennen oder anwenden. Ungereinigte Apparate, Aquajogging vor den Massagedüsen, unangemeldet sich ein Cycling Rad schnappen.
Wenn mir Bewegung und Fitness nicht so wichtig wären, würde ich im Januar passen. Aber ich entspanne mich nirgends so gut wie im Wellnessbecken, ich habe nirgends so kreative Ideen wie beim Sprint auf dem Cycling Rad. Draussen funktioniert das nicht. Auf dem Velo muss ich immer die Autos, die anderen Velofahrerinnen, die Fussgänger beachten. Und wenn ich fest und fester in die Pedale trete, bin ich schnell, zu schnell. Ich muss mich voll auf die Strasse konzentrieren, statt mich fallen zu lassen, in den Flow zu kommen.
Am 1. Januar gibt es keine Cycling Stunde. Erst am zweiten. Und ich glaube, ich lasse sie ausfallen. Habe keine Lust auf Übermotivierte, die sich im Januar voll verausgaben und im Februar nicht mehr kommen.